Visszontlátásra

Morgen ist es dann soweit. Es geht zurück nach Wien. Natürlich nicht ganz direkt (was tät ich denn den ganzen langen September in Wien?). Zuerst wird einmal entspannt - ich hab 1 Erasmussemester und ein beinhartes Praktikum hinter mir -, in Andalusien, 2 Wochen, und dann noch in Kärnten, 2 Wochen. Ab Anfang Oktober erwarte ich mich dann wieder zurück in Wien.

Unten der NeroNero-Banner ist übrigens mein Werk, für die, die sich für mein Praktikum interessieren oder 1% am Umsatz wildfremder Kaffeeverkäufer kassieren wollen.

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In der Puszta

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Um meinen Ungarnaufenthalt zu krönen und das Ungarn Reitervolk-Puszta-Image weiterzuzementiern, habe wir uns letztes Wochenende nach Hortobágy (einziger Ort in der Puszta, bestehend aus der Nagycsárda, wo schon Petöfi Sándor die Leute mit seinem Nemzeti Dál unter den Tisch hineingedichtet haben soll, der Kilenclyuk-Brücke, dem Hirtenmuseum, dem Ware-billig-aber-trotzdem-erste-Wahl-Klimmbimmmarkt -fast hätte ich mir den 20Liter-Gulasch-Kupferkessel mit dazugehöriger Gasfeuerstell gekauft - dem Mongolen-Millennium-Landnahme-Denkmal und schließlich einen 2**-70er-Jahre-Hotel, dem der Charme schon ein bisschen abgebröckelt ist, in das wir abgestiegen sind). Kaum hatten wir eingecheckt, drängten wir schon wieder nach draußen an die frische Pusztaluft und schlossen uns einer bunten Truppe fahrender Vandalen (Touristen) an, um eine Pusztatour zu machen. Dies geschah allerdings nicht in einem wilden Durcheinander, sonder ging unter dem strengen Regiment unserer ostdeutschen Führerin vonstatten. Die gute Frau war sicher in den 70ern (wahrscheinlich zur Hoteleröffnung) nach Hortobágy gekommen und hat sich seitdem ihren blechernen deutschen Akzent behalten. Was natürlich nicht nur im deutschen ungewohnt für uns klang, sonder besonders zu befremdlichen Anwandlungen führte, als sie die ungarische Sprache in deutsche Sprachmelodiemuster zwang. Nachdem wir die leichteren Touristen beiseite geschoben haben, machten wir dann wunderschöne Fotos von unserem Pferdefuhrwerk, das von einem ebenso routinierten, wie gewissenhaften -das eine schließt das andere nicht aus- Kutscher gelenkt wurde, aus auf die unendliche Weite, die Hirten, die Zackelschafe, die Mangalicza-Schweindln, die Graurinder, die Ponnies und die indischen Wasserbüffel.
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Eine Landpartie

kP-pa-043Übers Wochenende beschloss ich aufs Land hinauszufahren. Die Zugsfahrt war heiter. Am Keleti PU. meinte ich irrigerweise ein 8 Personenabteil für mich allein ergattert zu haben. Doch dann stiegen sie ein: eine siebenköpfige ungarische Gospel-Truppe. Die zweieinhalbstündige Fahrt ins äußerst beschauliche Pápa wurde mir mit den ung. Versionen von „All the Saints“, „I will follow him“, etc. versüßt. Leicht benommen von den inbrünstigen Gospel-Klängen taumelte ich schließlich aus dem Zug. Beim anschließenden Abendessen musste ich die ung. Küche wieder einmal dafür würdigen, dass man hier alles pfefferoni-paprika-scharf machen kann und seien es harmlose Essiggurkerl.
Das samstägliche Programm war sehr gedrängt:
Einige Stunden im Thermalbad Sárvár, das besonders auf österr. Gäste ausgelegt ist, aber hauptsächlich mit Tschechen und Slowaken angefüllt war. Gemeinsam mit Bernhard absolvierte ich dort dann beinharte Vorbereitungsübungen für das Greilingerische Geburtstagscanyoning: wir ließen uns von heißem Thermalwasser aufschwemmen, schwangen uns elegant auf die Rutsche, schwammen 2x im tiefen Becken hin- und her und kämpften tapfer um im Wellenbecken an der Oberfläche zu bleiben. Außerdem schlichen wir an den Badewascheln vorbei, weil wir keine vorschriftsmäßigen Badeschlapfen hatten.
Nach dem Geplantsche begaben wir uns in die Innenstadt um dort der ortsansässigen so wie weiteren fünf Blasmusikkappellen die Parade abzunehmen und schließlich - kurz vorm sich abzeichnenden Hungertod - zu speisen.
kP-pa-020Den Kaffee nahmen wir in Szombathely ein. - Im Café Móló, wo es die weltweit besten Profiteroles gibt.
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Zum Ausklang des Tages erklommen wir - altbewährt in Flipflops, siehe Foto - den Sághegy, ein erloschener Vulkan, von wo man eine wunderschöne Aussicht über das Kisalföld hat. kP-pa-034Ich bedauerte sehr, das wir nichts Grillbares mitgebracht hatten, so ein ausgezeichnetes Grillplatzl hat sich mir selten geboten. Durch Glück und Zufall fanden wir unseren Rückweg zum Auto noch vor Einbruch der Dunkelheit und ohne größere Umwege.
Es wäre mir auch sehr peinlich bei einer Bergtour in der ungarischen Ebene zu verunglücken. Total stillos und touristisch wäre das.
Heute besichtigten wir Pápa in 45 Minuten: Hauptplatz, Kirche, heruntergekommenes Schloss - alles im Zopfstil. kP-pa-055
Danach kam der weitaus interessante Teil: Bernhard zeigte mir sein Reich, die Stätte seines Wirkens. Ein überdimensionierter „Bauernhof“.
kP-pa-058 Dort arbeitet Bernhard an einem Projekt zur Erforschung von Kälbersterblichkeit - oder so ähnlich - mit.
Zuerst schauten wir uns das Melkkarussell an. Die Kühe haben es dort sehr lustig. Es wird ihnen zeitgenössische, nationale und internationale Populärmusik geboten und sie dürfen zu sechzigst eine Runde drehen. Danach waren wir bei den Kälbern, die in Hundehütten mit Auslauf wohnen, aber weil es modern ist, nennt man das Iglu-Haltung.
Anschließend sahen wir uns noch die Ställe für die Kühe an. Das war vor allem wegen seiner Größe sehr spektakulär. Tausende schwarz-bunte Kühe waren dort unterwegs. Eine lag auch gerade in ihren letzten Zügen. Aber weil es ein schöner Nachmittag war und ich - oberflächlich wie ich bin - nicht mit der Sterblichkeitsthematik oder vielmehr mit dem langwierigen Stirbt die Kuh jetzt - ist sie schon tot - ist sie endlich tot - auseinandersetzen wollte, wandten wir uns Herbert zu.
kP-pa-084Herbert, der St-Veiter Michlastwagenfahrer, der jeden Tag die ung. Milch nach Italien bringt und breitwillig auf seinen Lastwagen kraxelte um für ein Foto zu posieren.

Besuch bei UNICUM

Wenn in Budapest lange Nacht der Museen ist, wo wird der kultivierte Mensch wohl seine Museums-Tour beginnen? Natürlich in der Zwack UNICUM-Destillerie. Für die nicht so ganz 100 % Ungarn sei erklärt, dass UNICUM hier der mit Abstand bekannteste Schnaps ist, laut II József (Josef II): "Dr. Zwack, das ist ein Unicum", geschmacklich gleichauf mit Gurktaler Alpenkräuter und Jägermeister. Marketingmäßig bewundernswert. Nun ja, meine Mitbewohnerinnen haben mich also in die UNICUM-Destillerie gelockt. Dort gab es gleich ein Begrüßungsstamperl und je einen Gutschein für das Original-UNICUM und das UNICUM next - wie sich nachher herausgestellt hat, waren die Gutscheine reine Formsache. Am ganzen Firmengelände waren nämlich im Abstand von max 5m Verkostungsstandln aufgestellt und so endete die lange Nacht der Museen um ca. elf Uhr abends.

Der Magyaren Ursprung

dzsigiszkan
Was dem gemeinen Österreicher "wurscht" ist, nämlich seine eigentliche Herkunft, beschäftigt den Ungarn gerade wieder in diesen Tagen besonders.
Auch ich eilte ins Magyar Nemzeti Muzeum um zu erfahren - ganz im Kontrast zur herrschenden Lehre an der Abteilung für Finno-Ugristik in Wien, die dem stolzen Ungar unterstellt irgendwo aus dem Ural - zu Fuß womöglich - ins Land der Länder gezockelt zu sein -, dass die Magyaren natürlich direkte Nachfahren von Dschinghis Khan sind. Wieder einmal ist der Beweis geglückt!
Ich wandelte also zwischen den Exponaten und den zeitgenössischen Mongolen-Abkömmlingen. Immer wieder musste ich mir die frappante Ähnlichkeit eingestehen...

Visegrad

Sonntag war ich mit Bernhard in Visegrad. Was in diesem banalen Satz nicht ganz zur Geltung kommt, sind die Strapazen der Reise - die sich natürlich gelohnt hat, ging es doch zum schönsten Abschnitt des Donauknies.
Deshalb hole ich ein bisschen weiter aus. Nachdem ich unbedingt einmal mit dem Boot auf der Donau fahren wollte, schien mir Visegrad - 2 einhalb Stunden per Boot von Budapest flußaufwärts gelegen (eigentlich 3,5 flußauf- und 2,5 flußabwärts) - gerade zu prädestiniert als Ausflugsziel.
Am frühen Sonntag morgen brachen wir auf um am Nyugati Palyaudvár in den személyvonat -such das Prädikat- (mir ist noch immer nicht ganz klar, wie die Kathegorien der MÁV -die ung. ÖBB- zustande gekommen sind: személy (=Personenzug) im Gegensatz zu gyors (=Schnellzug)) einzusteigen. Wir waren nicht die einzigen Fahrgäste, am Bahnsteig spielten sich rührige Abschiedsszenen von Kindern, die den Eltern für min. ein halbes Jahr von grausamen Pfadfinderorganisationen entrissen wurden, ab. Und schon ging die lustige Fahrt los, die Kinder schrien aus Leibeskräften, wir packten sobald der Zug anrollte unsere Jause aus.
Nach kurzer Zeit stoppte der Zug mitten im Ortskern - wirklich am Hauptplatz - von Nagymaros, da lob ich mir den Kommunismus, wo der Bahnhof nach Funktionalität, nicht nach irgendwelchen kindischen Blumendorf-Wettbewerbkriterien, genau zwischen Kirche und Hauptplatz gebaut wird. Wir stiegen aus und dachten, wir sind da. Ich hielt schon Ausschau nach dem Gasthaus und Café wo ich den Rest des Tages zu verweilen gedachte. - Allerdings war mir - was ausgesprochen selten passiert - ein Denkfehler unterlaufen. Wenn nämlich im Zugplan Nagymaros-Visegrad steht, dann heißt das nicht, dass man von Nagymaros gemütlich zu Fuß nach Visegrad gehen kann. Sie liegen nämlich 600m von einander entfernt - und dazwischen fließt die Donau.
Alsdann nahmen wir per Fähre die Donauüberquerung vor. Den Rest der Erzählung werde ich einfach abkürzen, weil doch einige altbekannte Ausflugsbilder strapaziert werden. Kurzum: Wir erklommen in Sandalen in der Mittagshitze den an jedem ordentlichen Ausflugsziel vorhandenen ziemlich hohen Burgberg. Oben angekommen mischten wir uns verschwitzt unter die Bustouristen, die auf der anderen Seite hinaufgekarrt worden waren, genossen den Ausblick, schossen unsere Erinnerungsphotos, beeilten uns zurück zum Schiff, das uns dann wieder nach Budapest zurückbrachte. DSCN2508

Praktikum bei Lavazza

Alles ist neu auf meinem Blog.
Das hat einen Grund: Ich arbeite seit 1 Woche bei Alenis Kft., dem Vetriebspartner von Lavazza in Budapest, als marketing asszisztens. Ich habe ein sehr spannendes Projekt übertragen bekommen, nämlich die Markteinführung von Lavazza BLUE in Österreich und Deutschland. Deshalb interessiere ich mich seit neuestem für Eure Kaffeetrink-Gewohnheiten. Macht doch bei meiner supertollen-stylischen Umfrage mit. http://marburg84.twoday.net/polls/5989/main
Bin vorallem auf Eure Kaffee-Kommentare gespannt. Die dienen natürlich nur der allgemeinen Belustigung, niemals würde ich ein Produkt dem Kunden anpassen - wozu war ich jetzt ein halbes Jahr in Ungarn und wurde vorher jahrelang auf der WU indoktriniert. Beschwerden gehen wie immer ans Salzamt:
Das SALZAMT,
Karfreitstr 4
9020 Celovec

Business-Project Endpräsentation

So, die Uni ist jetzt fast vorbei, nur noch 1 Prüfung am Dienstag.
Letzten Mittwoch hatten wir die große Endpräsentation von unserem CEMS-BusinessProject mit Procter&Gamble. Thema: "Euro-Introduction in Central Europe South"...DSCN2437 (jpg, 1,046 KB)

Kötélhúzás

Anbei findet sich ein Foto vom Seilziehen. Es ging darum, das wir, die közgáz-Studenten gegen die TU-Studenten zum Seilziehen angetreten sind. Coole Sache: Mitternacht auf der Szabadsághíd.Afbeelding-101

Studie

So da, das Semester dauert für mich nur noch zwei Wochen. Allerlei Endpräsentationen und Seminararbeiten sind noch fertig zu machen (in jeder Hinsicht) oder besser anzufangen…Außerdem sollte ich ein bisschen was für meine zwei Abschlussprüfungen durchlesen.
Deshalb ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt mich mit einer viel relevanteren Sache zu beschäftigen: Marlene Burgstaller proudly presents „Die Kondomstudie“.
Gemeint ist allerdings nicht, dass ich hier von meinen persönlichen Vorlieben berichte (obwohl man im Rahmen der allgemeinen Gesundheitsvorsorge vom Gebrauch von Benetton- und SPÖ-Wahlwerbungskondomen abraten sollte).
Im Rahmen meiner Studie bin ich dem Grund, warum man in Ungarn Kondome in normalen G’schäftln nur in äußerst geringen Mengen kaufen kann - Nein, es ist nicht verboten, zehn 3er-Packungen zu erwerben. Aber die Packungsgrößen - außer man ist gerade beim Tesco und erwirbt die Familienpackung, wo der Preis in HUF/Kilogramm angegeben ist - sind doch sehr überschaubar.
Normalerweise werden die Kondome zu dritt in winzige Schächtelchen gesteckt und sind zudem auch nur bei der Kassierin erhältlich.
Also, zu erforschen gilt nun einerseits warum die Stückzahl pro Packung so klein ist und warum man seine Produktwahl mit der Kassierin diskutieren muss.
Folgende Situation scheint hierzulande gängig zu sein: Kunde: Eine Packung Durex, bitte. Kassierin: - (wir erinnern uns an den Artikel über Kundenorientierung.) Dann Kunde, lauter, gut hörbar: D-u-r-e-x, Kassierin: Welche? (Kingsize wohl nicht…) Kunde verschämt, leise: die normalen, Kassierin, mit der Schachtel winkend: Die? Kunde, nervlich am Ende: Ja, bitte. Wenige Stunden später: selber Kunde, leicht bekleidet: Eine Packung Durex, bitte. Kassierin: - Kunde: D-u-r-e-x, …
Wilde Vermutungen über die Ungarn könnten nun entstehen…hier aber werden nur nach streng wissenschaftlichen Kriterien erhobene Daten zu folgenden Ergebnissen zusammengefasst:
1. Die Ungarn gehen gern jeden Tag eine Schachtel Kondome kaufen.
2. Niemand kauft Kondome in normalen Supermärkten. Die kleinen Packungen sind da um Touristen und Erasmus-Studenten zu verarschen.
3. Ungarn brauchen nur selten Kondome, über die Gründe wollen wir an dieser Stelle nicht spekulieren.
4. Kondome laufen in Ungarn sehr schnell ab, die Lagerung ist äußerst kompliziert, deshalb ist es ratsam nur geringe Mengen zu kaufen.
5. Kondome sind verhältnismäßig teuer, eine Großpackung ist unerschwinglich.
6. Entgegen meiner bisherigen Annahmen interessieren sich die Supermärkte für die Produktwahl ihrer Kunden. Man will den Kundenwünschen möglichst genau entsprechen und unentschlossene Kunden beraten. Außerdem werden die Abnahmemengen der einzelnen Kunden aufgezeichnet, stellt man sich als Großabnehmer heraus, werden Mengenrabatte angeboten, man bekommt Großpackungen zu kaufen und Vertragsangebote aus der Filmbranche...
7. Kondome werden oft gestohlen, deshalb ist es wirtschaftlicher gar keine zu verkaufen, weil die Kassierin davor steht, als sich alle stehlen zu lassen.
8. Kondome fallen in die gleiche Produktgruppe wie Zigaretten - dienen der Ausübung einer Sucht - und dürfen daher nicht im normalen Regal angepriesen werden.
9. Kondome werden nur an Personen über 18 verkauft. - Um den Kleinen den unbequemen Umgang damit zu ersparen.
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Ott Magyarországon

2007 Február 2-től Augusztus 31-ig

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Zuletzt aktualisiert: 2007.08.30, 16:18

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