Studie

So da, das Semester dauert für mich nur noch zwei Wochen. Allerlei Endpräsentationen und Seminararbeiten sind noch fertig zu machen (in jeder Hinsicht) oder besser anzufangen…Außerdem sollte ich ein bisschen was für meine zwei Abschlussprüfungen durchlesen.
Deshalb ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt mich mit einer viel relevanteren Sache zu beschäftigen: Marlene Burgstaller proudly presents „Die Kondomstudie“.
Gemeint ist allerdings nicht, dass ich hier von meinen persönlichen Vorlieben berichte (obwohl man im Rahmen der allgemeinen Gesundheitsvorsorge vom Gebrauch von Benetton- und SPÖ-Wahlwerbungskondomen abraten sollte).
Im Rahmen meiner Studie bin ich dem Grund, warum man in Ungarn Kondome in normalen G’schäftln nur in äußerst geringen Mengen kaufen kann - Nein, es ist nicht verboten, zehn 3er-Packungen zu erwerben. Aber die Packungsgrößen - außer man ist gerade beim Tesco und erwirbt die Familienpackung, wo der Preis in HUF/Kilogramm angegeben ist - sind doch sehr überschaubar.
Normalerweise werden die Kondome zu dritt in winzige Schächtelchen gesteckt und sind zudem auch nur bei der Kassierin erhältlich.
Also, zu erforschen gilt nun einerseits warum die Stückzahl pro Packung so klein ist und warum man seine Produktwahl mit der Kassierin diskutieren muss.
Folgende Situation scheint hierzulande gängig zu sein: Kunde: Eine Packung Durex, bitte. Kassierin: - (wir erinnern uns an den Artikel über Kundenorientierung.) Dann Kunde, lauter, gut hörbar: D-u-r-e-x, Kassierin: Welche? (Kingsize wohl nicht…) Kunde verschämt, leise: die normalen, Kassierin, mit der Schachtel winkend: Die? Kunde, nervlich am Ende: Ja, bitte. Wenige Stunden später: selber Kunde, leicht bekleidet: Eine Packung Durex, bitte. Kassierin: - Kunde: D-u-r-e-x, …
Wilde Vermutungen über die Ungarn könnten nun entstehen…hier aber werden nur nach streng wissenschaftlichen Kriterien erhobene Daten zu folgenden Ergebnissen zusammengefasst:
1. Die Ungarn gehen gern jeden Tag eine Schachtel Kondome kaufen.
2. Niemand kauft Kondome in normalen Supermärkten. Die kleinen Packungen sind da um Touristen und Erasmus-Studenten zu verarschen.
3. Ungarn brauchen nur selten Kondome, über die Gründe wollen wir an dieser Stelle nicht spekulieren.
4. Kondome laufen in Ungarn sehr schnell ab, die Lagerung ist äußerst kompliziert, deshalb ist es ratsam nur geringe Mengen zu kaufen.
5. Kondome sind verhältnismäßig teuer, eine Großpackung ist unerschwinglich.
6. Entgegen meiner bisherigen Annahmen interessieren sich die Supermärkte für die Produktwahl ihrer Kunden. Man will den Kundenwünschen möglichst genau entsprechen und unentschlossene Kunden beraten. Außerdem werden die Abnahmemengen der einzelnen Kunden aufgezeichnet, stellt man sich als Großabnehmer heraus, werden Mengenrabatte angeboten, man bekommt Großpackungen zu kaufen und Vertragsangebote aus der Filmbranche...
7. Kondome werden oft gestohlen, deshalb ist es wirtschaftlicher gar keine zu verkaufen, weil die Kassierin davor steht, als sich alle stehlen zu lassen.
8. Kondome fallen in die gleiche Produktgruppe wie Zigaretten - dienen der Ausübung einer Sucht - und dürfen daher nicht im normalen Regal angepriesen werden.
9. Kondome werden nur an Personen über 18 verkauft. - Um den Kleinen den unbequemen Umgang damit zu ersparen.
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2007 Február 2-től Augusztus 31-ig

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Zuletzt aktualisiert: 2007.08.30, 16:18

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